Für Baufinanzierer und Finanzberater
Wer keine Zahl bekommt, holt sie sich woanders.
Websites für Baufinanzierungsvermittler — mit dem Rechner, der den Vergleich auf die eigene Seite holt, statt ihn an ein Portal abzugeben.
Die Lage
Baufinanzierung wird online verglichen, bevor jemand anruft. Der Interessent hat drei Fenster offen und sucht keine Beratung, sondern erst einmal eine Zahl, mit der er rechnen kann. Wer ihm diese Zahl nicht gibt, holt sie sich beim Nächsten — und fragt dort auch gleich an.
Die Gegenspieler sind dabei keine anderen Vermittler, sondern die Vergleichsportale. Sie liefern die Zahl in acht Sekunden und verkaufen den Kontakt anschließend weiter, oft an mehrere Vermittler gleichzeitig. Wer auf diesem Weg zu seinen Anfragen kommt, zahlt für Interessenten, die dasselbe Gespräch noch dreimal führen.
Der eigene Auftritt ist der einzige Ort, an dem dieser Wettlauf zu gewinnen ist: eine eigene Zahl, auf der eigenen Seite, ohne Weitergabe des Kontakts.
Woran es hängt
Kein Rechner auf der Seite
Die erste Frage des Besuchers lautet: Was kostet mich das im Monat? Eine Seite, die darauf mit einer Telefonnummer antwortet, verliert gegen jede, die mit einer Zahl antwortet.
Das Formular kommt vor dem Nutzen
Wer nach Name, Telefon und Einkommen fragt, bevor er etwas gegeben hat, bekommt entweder Falschangaben oder gar keine. Erst rechnen lassen, dann fragen — in dieser Reihenfolge.
Fachsprache statt Kundensprache
Beleihungsauslauf, Annuität, Forward-Aufschlag: Begriffe, die der Vermittler täglich benutzt und der Kunde nie gehört hat. Jeder unverstandene Begriff ist eine Stelle, an der jemand aussteigt.
Keine Antworten auf die Angstfragen
Was passiert nach der Zinsbindung, was, wenn ich arbeitslos werde, wie viel Eigenkapital brauche ich wirklich. Diese Fragen entscheiden über die Anfrage und stehen auf den wenigsten Seiten beantwortet.
Was wir dafür bauen
Zins- und Raten-Rechner
Kaufpreis, Eigenkapital, Laufzeit — die Rate steht sofort. Der Rechner beantwortet die erste Frage dort, wo sie gestellt wird, und qualifiziert nebenbei vor: Wer seine Zahlen eingibt, weiß, worüber er spricht.
Anfrage aus dem Rechner
Die Angaben laufen in die Anfrage über. Keine zweite Eingabe derselben Zahlen — jede Wiederholung ist eine Abbruchstelle, und die Anfrage kommt mit Zahlen statt als offene Rückrufbitte an.
Fragenblock in Kundensprache
Die Fragen, die vor einer Finanzierung wirklich gestellt werden, beantwortet auf der Seite — in den Worten des Kunden, nicht in denen der Bank. Das ist zugleich der Teil, den Suchmaschinen und Chatbots am häufigsten zitieren.
Der Berater sichtbar
Bei einer sechsstelligen Entscheidung über dreißig Jahre will niemand ein Callcenter. Gesicht, Name, Erreichbarkeit — das unterscheidet den Vermittler vom Portal.
Zum Weiterlesen
- Welche Angaben gehören in ein Anfrageformular für Baufinanzierung?Fünf: Kaufpreis oder Darlehenssumme, Eigenkapital, Beschäftigungsart, Zeitpunkt des Vorhabens und eine Kontaktmöglichkeit — alles Weitere gehört ins Gespräch, nicht ins Formular.
- Was ist besser: gekaufte Leads oder eigene Anfragen über die Website?Gekaufte Leads sind schneller, eigene Anfragen sind exklusiv — der entscheidende Unterschied ist nicht der Preis pro Kontakt, sondern die Frage, ob dasselbe Gespräch noch zwei andere führen.
- Warum vertrauen Kunden einem Baufinanzierer online weniger als ihrer Bank?Weil die Bank eine Filiale hat und der Vermittler online nur eine Behauptung — und weil der Kunde nicht weiß, wer den Vermittler bezahlt. Wer beides auf der Seite offen beantwortet, mit Registernummer, Gesicht und Vergütung, nimmt dem Misstrauen die Grundlage.
- Lohnt sich ein Zinsrechner auf der Website eines Baufinanzierers?Ja, aber nicht als Zinsrechner: Kunden suchen nicht ihren Zinssatz, sondern die Antwort auf „Kann ich mir das leisten?“. Ein Rechner lohnt sich, wenn er diese Frage beantwortet — von der Monatsrate zum möglichen Kaufpreis — und nicht nur eine Rate aus einem Zins ausrechnet.
- Soll ein Baufinanzierer aktuelle Zinsen auf der Website zeigen?Meist nicht: Wer mit einem konkreten Zinssatz wirbt, muss nach § 17 PAngV Sollzins, effektiven Jahreszins, Nettodarlehensbetrag und ein repräsentatives Beispiel nennen und diese Angaben laufend aktuell halten. Besser trägt eine Einordnung der Zinsentwicklung ohne eigene Konditionszusage.
- Wie gewinnt man Kunden für die Anschlussfinanzierung über die Website?Mit einer eigenen Seite, die dort ansetzt, wo der Kunde steht: beim Brief seiner Bank mit dem Verlängerungsangebot. Wer erklärt, wie man dieses Angebot prüft und ab wann ein Forward-Darlehen infrage kommt, wird genau in dem Moment gefunden, in dem der Kunde zum ersten Mal vergleicht.
- Wie spricht die Website Erstkäufer an, die noch nichts über Finanzierung wissen?Indem sie mit den drei Fragen beginnt, die Erstkäufer wirklich haben — wie viel kann ich mir leisten, wie viel Eigenkapital brauche ich, wie läuft das ab — und Fachbegriffe erst dann einführt, wenn sie gebraucht werden. Ein Ablauf in Schritten ersetzt jeden Ratgebertext.
- Wie erklärt man auf der Website den Unterschied zwischen Vermittler und Bank?Mit dem, was für den Kunden anders ist: Die Bank bietet ihr eigenes Darlehen an, der Vermittler vergleicht die Angebote mehrerer Banken und wird von der Bank bezahlt, die den Zuschlag bekommt. Wer das offen sagt und seine Bankpartner nennt, braucht das Wort „unabhängig“ nicht.
- Welche Pflichtangaben braucht ein Immobiliardarlehensvermittler auf der Website?Im Impressum die Angaben nach § 5 DDG samt der Erlaubnis nach § 34i GewO, der zuständigen Aufsichtsbehörde und der Registernummer im Vermittlerregister. Die Erstinformation nach Art. 247 § 13b EGBGB — Register, Bindungen an Banken, Vergütung, Provisionen, Beschwerdeweg — muss der Kunde vor der Vermittlung bekommen; auf der Website ist sie dafür gut aufgehoben, ersetzt aber die Übergabe nicht.
- Sollen Kunden den Beratungstermin online buchen können?Ja, aber erst nach den wenigen Angaben, die du für ein sinnvolles Gespräch brauchst — nicht als leerer Kalender ganz oben auf der Seite. Eine Buchung mit Eckdaten spart das Telefonat zur Terminsuche und kommt vorbereitet an; ein nackter Kalender füllt ihn mit Gesprächen, die nach fünf Minuten zu Ende sind.
- Darf man mit „kostenloser Beratung“ werben?Nur, wenn der Kunde für die Beratung wirklich nichts zahlt — denn nach Nr. 20 des Anhangs zum UWG ist es stets unzulässig, etwas als „kostenlos“ anzubieten, für das doch Kosten zu tragen sind. Besser ist die offene Fassung: kein Honorar für dich, weil die Bank bei erfolgreicher Vermittlung eine Provision zahlt.
- Lohnt sich Inhalt über KfW-Förderung auf der Website eines Baufinanzierers?Ja, wenn er den Ablauf erklärt statt Konditionen abzuschreiben: wann man den Antrag stellen muss, wer ihn stellt und welche Fehler die Förderung kosten. Zinssätze, Einkommensgrenzen und Höchstbeträge ändern sich — sie gehören auf die Seite der KfW, verlinkt, nicht kopiert.
- Wie nutzt man die Finanzierungsbestätigung als Einstieg für neue Kunden?Mit einer eigenen Seite für genau diesen Bedarf: Der Kunde braucht die Bestätigung, weil ein Makler oder Verkäufer sie verlangt, und er braucht sie bald. Wer erklärt, was sie ist, welche Unterlagen nötig sind und wie man sie bekommt, gewinnt den Kunden in dem Moment, in dem er sich für einen Finanzierer entscheiden muss.
- Wie gewinnt ein Baufinanzierer über die Website Makler als Partner?Mit einer eigenen Seite nur für Makler, die beantwortet, was ein Makler vom Finanzierer braucht: schnelle Finanzierungsbestätigungen, Rückmeldung zum Stand und die Sicherheit, dass sein Käufer nicht an einen anderen Makler weitergereicht wird. Die Kundenseite überzeugt keinen Makler.
- Brauchen Gewerbefinanzierung und Baufinanzierung getrennte Seiten?Ja, mindestens getrennte Bereiche mit eigenem Einstieg: Der private Käufer und der Unternehmer suchen mit anderen Worten, bringen andere Unterlagen mit und fallen unter anderes Recht. Eine gemeinsame Seite spricht beide halb an und keinen richtig.
Häufige Fragen
Ersetzt ein Rechner auf der Seite die Beratung?
Nein, er führt zu ihr. Er beantwortet die erste Frage und bringt den Interessenten mit einer konkreten Vorstellung ins Gespräch, statt ihn mit einer offenen Frage wegzuschicken.
Lohnt sich das gegenüber gekauften Leads?
Ein gekaufter Lead wird oft mehrfach verkauft — dasselbe Gespräch führen dann drei Vermittler. Eine Anfrage über die eigene Seite gehört nur einem, und der Interessent hat sich für eine Person entschieden, nicht für den schnellsten Rückruf.
Rechnet der Rechner mit echten Konditionen?
Er rechnet die Rate aus den Angaben des Besuchers. Die verbindliche Kondition kommt aus dem Gespräch — der Rechner ist der Einstieg, nicht das Angebot.
Wie lange dauert der Bau?
Vier Wochen vom Erstgespräch bis zum Launch, nach dem Ablauf, der auf der Startseite steht.



