Für Immobilienmakler
Wie richtet man das Google-Unternehmensprofil richtig ein?
Mit dem Namen, der auch am Büro steht, einer echten Adresse mit Schild, einer einzigen Hauptkategorie, die sagt, was du bist — und danach mit regelmäßigen Bewertungen, denn die bewegen das Profil stärker als jedes Feld, das du einmal ausfüllst.
3 Faktorenbestimmen laut Google das lokale Ranking: Relevanz, Entfernung und BekanntheitGoogle Unternehmensprofil-Hilfe, „Tipps zur Verbesserung des lokalen Rankings bei Google“
Der Name: genau so, wie er am Klingelschild steht
Der häufigste Fehler, den ich in Maklerprofilen sehe, steht gleich im ersten Feld: „Müller Immobilien — Makler Hamburg Eimsbüttel Wertermittlung kostenlos“. Das wirkt wie ein Trick, der Sichtbarkeit bringt. Google verbietet es ausdrücklich: In den Richtlinien für Unternehmensprofile steht, dass dem Namen keine unnötigen Informationen hinzugefügt werden dürfen — keine Orte, keine Leistungen, keine Werbesprüche.
Das Risiko ist nicht theoretisch. Wettbewerber können solche Namen melden, und ein gesperrtes Profil ist deutlich schwerer zurückzubekommen als ein unauffälliges aufzubauen.
Adresse und Kategorie
Ein Profil braucht eine Adresse, an der während der Öffnungszeiten jemand arbeitet und an der ein Schild mit deinem Firmennamen hängt. Postfächer und virtuelle Büros ohne Personal sind nach den Richtlinien nicht zulässig. Wer von zu Hause arbeitet und dort keine Kunden empfängt, blendet die Adresse aus und gibt stattdessen ein Einzugsgebiet an.
Bei der Kategorie gilt Googles eigener Test: Wähle, was auf den Satz „Dieses Unternehmen IST …“ passt, nicht auf „Dieses Unternehmen HAT …“. Für einen Makler heißt das: Immobilienmakler als Hauptkategorie, und nur dann eine zweite, wenn du wirklich auch Hausverwaltung oder Gutachten als eigenes Geschäft betreibst.
Was nach dem Einrichten zählt
Google nennt drei Faktoren für die lokale Reihenfolge: wie gut das Profil zur Suche passt, wie weit du vom Suchenden entfernt bist und wie bekannt du bist. Die Entfernung kannst du nicht ändern. Die Relevanz stellst du einmal ein. Übrig bleibt die Bekanntheit — und dazu zählt Google ausdrücklich Anzahl und Qualität der Bewertungen.
Die Reihenfolge, die in der Praxis funktioniert:
- Nach jedem Abschluss und jeder Wertermittlung um eine Bewertung bitten — mit direktem Link, nicht mit dem Hinweis „suchen Sie uns bei Google“
- Jede Bewertung beantworten, auch die guten, mit einem Satz, der zeigt, dass du dich an den Fall erinnerst
- Echte Fotos: Büro, Team, verkaufte Objekte mit Einverständnis des Eigentümers
- Die Adresse der Website im Profil auf eine Seite zeigen lassen, die Eigentümer anspricht — nicht auf die Objektsuche
Was du dir sparen kannst
Ein besseres lokales Ranking lässt sich nach Googles eigener Aussage nicht kaufen, auch nicht über Anzeigen. Dienste, die „Platz 1 in Maps“ versprechen, arbeiten entweder mit gekauften Bewertungen oder mit Namensänderungen der oben beschriebenen Art. Beides verstößt gegen die Richtlinien und fällt irgendwann auf — meist dann, wenn das Profil gerade am meisten bringt.
Profil und Website müssen dasselbe sagen
Ein Punkt, der beim Einrichten fast immer übersehen wird: Name, Adresse und Telefonnummer im Profil müssen Zeichen für Zeichen mit dem Impressum und der Kontaktseite deiner Website übereinstimmen. Steht im Profil eine Mobilnummer und auf der Website die Festnetznummer, oder heißt die Firma einmal „GmbH“ und einmal nicht, muss Google raten, ob beides zusammengehört.
Dasselbe gilt für die Öffnungszeiten. Wer im Profil „nach Vereinbarung“ angibt und auf der Website feste Zeiten nennt, bekommt früher oder später eine Bewertung von jemandem, der vor verschlossener Tür stand. Einmal abgleichen, dann bei jeder Änderung an beiden Stellen gleichzeitig pflegen.


