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Für alle, denen Städteseiten angeboten wurden

Warum schaden 50 fast gleiche Städteseiten?

Weil Google genau dieses Muster in seinen Spam-Richtlinien beschreibt: Seiten für einzelne Städte oder Regionen, die sich kaum unterscheiden und Besucher auf dieselbe Leistung leiten, gelten als Doorway-Missbrauch — und können die Sichtbarkeit der ganzen Website mit herunterziehen.

Von Rafael Ualiyev, Inhaber von Kazal Websites

Spam-Richtliniennennen mehrere Seiten für Regionen oder Städte, die auf eine Seite zulaufen, als Beispiel für Doorway-MissbrauchGoogle Search Central, Spam-Richtlinien für die Google Websuche, Stand 28.08.2026

Was Google wörtlich schreibt

Google beschreibt Doorway-Missbrauch als Seiten, die gebaut werden, um für ähnliche Suchanfragen zu erscheinen, und die Besucher auf Zwischenseiten führen, die weniger nützlich sind als das eigentliche Ziel. Als erstes Beispiel nennt die Richtlinie: mehrere Domains oder Seiten, die auf bestimmte Regionen oder Städte zielen und Nutzer auf eine Seite leiten.

Daneben steht ein zweiter Punkt, der seit dem Einsatz von Textgeneratoren wichtiger geworden ist: Missbrauch durch massenhaft erstellte Inhalte. Gemeint sind viele Seiten, die hauptsächlich erstellt werden, um die Rangfolge zu beeinflussen, und nicht, um Nutzern zu helfen — ausdrücklich auch dann, wenn sie mit KI-Werkzeugen erzeugt wurden.

Wie das Paket in der Praxis aussieht

Das Angebot kommt meist so: „Wir bauen Ihnen 50 Standortseiten, damit Sie in jedem Ort gefunden werden.“ Heraus kommt eine Vorlage, in der nur der Ortsname getauscht wird — „Immobilienmakler in Norderstedt“, „Immobilienmakler in Quickborn“ — mit demselben Text, denselben Leistungen und demselben Formular.

Für den Besucher ist keine dieser Seiten nützlicher als deine Startseite. Genau das ist der Maßstab, an dem Google sie misst.

Warum der Schaden über die 50 Seiten hinausgeht

Verstöße gegen die Spam-Richtlinien können dazu führen, dass Seiten schlechter gerankt oder ganz aus den Ergebnissen genommen werden. Dazu kommt ein leiserer Effekt: Wenn der größte Teil einer Website aus dünnen Kopien besteht, sieht auch der Rest schwächer aus — die eine gute Seite über deine Arbeit ist dann eine unter fünfzig.

Und es gibt einen Effekt, der nichts mit Google zu tun hat. Ein Eigentümer, der zufällig zwei dieser Seiten nebeneinander sieht, erkennt die Vorlage sofort. Das ist genau der Eindruck, den ein Makler bei der Objektakquise nicht machen will.

Was du stattdessen tust

  • Bestehende Städteseiten zählen und prüfen: Welche davon enthalten etwas, was auf keiner anderen steht?
  • Die wenigen mit echtem Inhalt ausbauen — eigene Verkäufe, Marktbeobachtung, Ansprechpartner vor Ort
  • Die übrigen zusammenlegen und per dauerhafter Weiterleitung auf die passende Seite führen, statt sie einfach zu löschen
  • Dein Einzugsgebiet einmal sauber auf einer Seite beschreiben, statt es in fünfzig Seiten zu zerlegen

Die Frage, die du dem Anbieter stellen solltest

Wenn dir jemand ein solches Paket anbietet, frag ihn: Was steht auf der Seite für Ort 37, das nicht auf der Seite für Ort 12 steht? Wenn die Antwort „der Ortsname und ein Absatz zur Anfahrt“ lautet, weißt du, was du kaufst.

Die ehrliche Alternative klingt weniger groß, weil sie weniger Seiten liefert. Aber jede davon hat einen Grund zu existieren — und das ist genau die Eigenschaft, nach der Google die Abgrenzung zum Doorway-Missbrauch zieht: ob eine Seite für den Besucher nützlicher ist als das Ziel, zu dem sie ihn weiterschickt.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Ich baue die Seite, auf der dein Kunde sich für dich entscheidet — nicht die, die er mit zwei anderen vergleicht.

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