Für Makler und Finanzierer mit regionalem Schwerpunkt
Lohnen sich eigene Seiten für jeden Stadtteil?
Nur für die Stadtteile, über die du etwas sagen kannst, was auf keiner anderen deiner Seiten steht — eigene Verkäufe, Preisentwicklung, Eigenheiten des Bestands. Eine Seite, die sich nur im Ortsnamen unterscheidet, lohnt sich nicht.
Doorway-MissbrauchGoogle nennt Seiten für einzelne Städte oder Regionen, die auf eine Seite zulaufen, als Beispiel für SpamGoogle Search Central, Spam-Richtlinien für die Google Websuche
Die Frage, die über jede Stadtteilseite entscheidet
Eine Stadtteilseite ist dann gut, wenn ein Eigentümer aus diesem Stadtteil nach dem Lesen etwas weiß, was er vorher nicht wusste. Nicht „wir sind Ihr Makler in Winterhude“, sondern: welche Art von Häusern dort verkauft wird, wie lange Objekte zuletzt am Markt waren, was Käufer dort suchen und was sie nicht bekommen.
Mein Test vor jeder solchen Seite: Kannst du drei Sätze über den Stadtteil schreiben, die nur von dir stammen können? Wenn ja, lohnt sich die Seite. Wenn nein, ist sie nur eine Kopie mit anderem Ortsnamen.
Was auf eine Stadtteilseite gehört
- Verkaufte oder vermittelte Objekte aus genau diesem Stadtteil, mit Einverständnis der Eigentümer
- Eine Einschätzung des Bestands: Altbau, Reihenhaus, Neubau, Eigentumswohnungen nach Teilungserklärung — was prägt den Markt dort
- Die typische Käufergruppe und was sie sucht
- Ein Einstieg zur Wertermittlung, der den Stadtteil schon kennt
- Ein Gesicht: Wer aus deinem Team ist dort unterwegs
Die sinnvolle Reihenfolge
Nicht mit zwanzig Stadtteilen beginnen, sondern mit den zwei oder drei, in denen du tatsächlich die meisten Mandate hast. Dort hast du Material, dort kennst du Eigentümer, dort kannst du Belege zeigen. Jede weitere Seite kommt erst, wenn es dafür echten Stoff gibt.
Für Baufinanzierer gilt dasselbe mit anderer Grundlage: Eine Seite pro Stadt lohnt sich nur, wenn du dort Termine vor Ort anbietest oder regionale Förderprogramme erklären kannst. Eine Finanzierung, die überall gleich funktioniert, braucht keine hundert Ortsseiten.
Warum weniger Seiten oft mehr bringen
Drei starke Stadtteilseiten verweisen aufeinander, werden verlinkt und in Gesprächen verschickt. Zwanzig schwache Seiten verteilen das wenige, was du zu sagen hast, so dünn, dass keine davon für sich überzeugt. Wie Google das zweite Muster bewertet, steht im Beitrag über fast gleiche Städteseiten.
Dazu kommt die Pflege. Jede Stadtteilseite mit Marktbeobachtung veraltet. Eine Aussage über die Lage von vor zwei Jahren schadet mehr, als sie nützt, weil der Eigentümer aus diesem Stadtteil es besser weiß. Drei Seiten kannst du einmal im Jahr durchsehen, zwanzig nicht.
Woran du merkst, dass eine Seite trägt
Nach einigen Monaten zeigt der Leistungsbericht der Search Console, bei welchen Suchanfragen die Seite erscheint. Tauchen dort Begriffe mit dem Stadtteilnamen auf, arbeitet sie. Erscheint sie nur bei deinem Firmennamen, ist sie für die Suche bedeutungslos und nur noch als Material für Gespräche nützlich.
Der zweite Hinweis kommt aus dem Telefon: Wenn Eigentümer sich auf die Seite beziehen („Sie haben doch geschrieben, dass in unserer Straße …“), hat sie getan, wofür sie gebaut wurde. Das ist mehr wert als jede Platzierung.


