Für Makler, die Eigentümer erreichen wollen
Welche Suchbegriffe benutzen Eigentümer wirklich?
Selten „Immobilienmakler“ — Eigentümer suchen nach ihrer Frage: was das Haus wert ist, wie ein Verkauf abläuft, was bei einer Erbschaft zu tun ist. Welche Begriffe es bei dir genau sind, zeigt die Google Search Console deiner eigenen Seite, nicht eine fremde Liste.
Leistungsberichtder Search Console zeigt die Suchanfragen, über die deine Seite tatsächlich in Google erschienen istGoogle Search Console, Leistungsbericht für Suchergebnisse
Warum ich hier keine Suchvolumen-Tabelle zeige
Im Netz kursieren Listen mit Suchbegriffen und monatlichen Zahlen dazu. Für einen regionalen Makler sind sie fast immer wertlos: Die Zahlen stammen aus Schätzwerkzeugen, sie gelten für ganz Deutschland, und bei kleinen Orten sind sie so niedrig, dass die Werkzeuge nur noch grobe Spannen ausgeben.
Belastbarer ist die Methode, die mit deinen eigenen Daten arbeitet. Sie braucht keinen Zugang zu teuren Werkzeugen, nur etwas Aufmerksamkeit.
Die drei Arten, wie Eigentümer suchen
In Erstgesprächen frage ich Makler, womit ihre Eigentümer sie gefunden haben. Die Antworten fallen fast immer in drei Gruppen:
- Die Wertfrage: „Was ist mein Haus wert“, „Wohnung Wert ermitteln“, oft mit Ortsname — die größte und früheste Gruppe
- Die Anlassfrage: Erbschaft, Scheidung, Umzug ins Pflegeheim, Verkauf mit Nießbrauch — hier sucht jemand nach einer Lösung, nicht nach einem Makler
- Die Namensfrage: der Name deines Büros, nachdem jemand dein Schild gesehen oder eine Empfehlung bekommen hat
Die Methode in vier Schritten
- Search Console einrichten und im Leistungsbericht die Suchanfragen der letzten Monate ansehen — das sind echte Begriffe echter Menschen
- Die Vorschläge der Google-Suche lesen: Tippe „Haus verkaufen“ und deinen Ort ein und notiere, was Google ergänzt, dazu den Block mit ähnlichen Fragen
- Die eigenen Gespräche mitschreiben: Welche Frage stellt ein Eigentümer im ersten Telefonat? Diese Formulierung ist ein Suchbegriff
- Für jede wiederkehrende Frage prüfen, ob es auf deiner Seite eine Stelle gibt, die sie in einem Satz beantwortet
Was daraus für die Seite folgt
Wer die Anlassfragen ernst nimmt, schreibt keine Seite „Unsere Leistungen“, sondern eine Seite „Haus geerbt — was jetzt?“. Das ist eine Frage, die ein Eigentümer tatsächlich eintippt, und eine, die du besser beantworten kannst als jede allgemeine Ratgeberseite, weil du die Fälle aus deiner Region kennst.
Die Namensfrage ist die unterschätzte. Wer nach deinem Namen sucht, ist schon fast überzeugt — dann muss dort eine Seite erscheinen, die das Vertrauen bestätigt, mit Bewertungen, Gesichtern und einem klaren Weg zur Anfrage.
Der Unterschied zwischen Käufer- und Eigentümerbegriffen
Wer die Suchanfragen in der Search Console liest, sieht schnell zwei Welten: „Wohnung kaufen“, „Haus mieten“ und Objektadressen auf der einen Seite, „verkaufen“, „Wert“, „Erbe“ auf der anderen. Bei den meisten Maklerseiten ist die erste Gruppe viel größer, weil die Seite fast nur Objekte zeigt.
Das ist kein Erfolg, sondern ein Hinweis. Käuferbegriffe bringen Besucher, die über Portale ohnehin kommen würden. Eigentümerbegriffe bringen Mandate. Zähle einmal, wie viele der Anfragen aus dem Bericht in die zweite Gruppe fallen — wenn es kaum welche sind, weißt du, welche Seiten dir fehlen.


