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Für Immobilienmakler

Exposé als PDF oder als eigene Seite auf der Website?

Als eigene Seite, und das PDF nur als Ausdruck davon: Die Seite zeigt immer den aktuellen Stand, während ein verschicktes PDF in jedem Postfach mit dem Preis und der Verfügbarkeit vom Versandtag liegen bleibt.

Von Rafael Ualiyev, Inhaber von Kazal Websites

1 Fassunggilt für eine Objektseite — ein verschicktes PDF existiert in so vielen Fassungen, wie es verschickt wurdeBeobachtung aus Projekten, keine Statistik

Das eigentliche Problem am PDF ist nicht das Handy

Dass ein PDF auf dem Telefon mühsam zu lesen ist, weiß jeder. Schwerer wiegt etwas anderes: Ein PDF ist eingefroren. Sobald es verschickt ist, liegt es beim Interessenten, bei seinem Partner, bei seinem Finanzierer — und dort steht der Preis vom Versandtag, auch wenn du ihn zwei Wochen später gesenkt hast. Es steht „verfügbar“, auch wenn längst eine Reservierungsvereinbarung unterschrieben ist.

In Erstgesprächen höre ich regelmäßig von Anrufen zu Objekten, die seit Wochen weg sind. Die Quelle ist fast immer ein weitergeleitetes PDF, nicht das Portal.

Was die Seite anders macht

Eine Objektseite hat eine Adresse, und hinter dieser Adresse steht immer der aktuelle Stand. Wer den Link weiterleitet, leitet keine Kopie weiter, sondern das Objekt selbst. Ändert sich der Preis, ändert er sich für alle. Ist das Objekt reserviert, sieht das jeder, der den Link öffnet — und der Anruf, der deine Zeit kostet, fällt weg.

Dazu kommt, dass du siehst, was passiert: wie oft eine Seite geöffnet wird und ob nach dem Versand an einen Interessenten überhaupt jemand draufschaut. Beim PDF-Anhang weißt du nur, dass die Mail rausgegangen ist.

Wofür das PDF trotzdem bleibt

Es gibt Leser, die ausdrucken: ältere Eigentümer, Banken, Käufer, die Unterlagen in einen Ordner heften. Für sie ist das PDF richtig — aber als Ausdruck der Seite, nicht als eigenes Dokument, das jemand parallel pflegt. Sobald zwei Fassungen von Hand gepflegt werden, weicht eine davon ab.

  • Die Seite ist das Exposé, das PDF wird aus ihr erzeugt
  • Im PDF steht das Datum, an dem es erstellt wurde, und der Link zur aktuellen Seite
  • Verschickt wird zuerst der Link, das PDF nur auf Nachfrage

Die Frage, die dahinter steht: offen oder geschützt?

Viele Makler bleiben beim PDF, weil sie die Adresse oder bestimmte Bilder nicht öffentlich zeigen wollen. Das ist ein berechtigter Grund, aber kein Grund für das PDF. Eine Objektseite kann öffentlich das zeigen, was auch im Portal steht, und die genaue Lage, den vollständigen Grundriss und die Unterlagen erst nach einer Anfrage freigeben.

Damit bekommst du beides: ein Exposé, das sich teilen lässt, und die Kontrolle darüber, wer die sensiblen Teile sieht.

Wie der Wechsel im Alltag aussieht

Die größte Umstellung ist nicht technisch, sondern eine Gewohnheit: Auf eine Anfrage antwortest du nicht mehr mit einem Anhang, sondern mit einem Satz und einem Link. Das ist kürzer, landet seltener im Spamordner und lässt sich auch per Nachricht auf dem Handy verschicken, wo ein PDF-Anhang oft gar nicht erst geöffnet wird.

Auf der Seite selbst braucht es dafür drei Dinge, die ein PDF nicht hat: einen sichtbaren Status ganz oben — verfügbar, reserviert, verkauft —, das Datum der letzten Änderung und bei einer Preisänderung einen Hinweis, dass sich der Preis geändert hat. Wer so arbeitet, muss niemandem mehr erklären, welche Fassung gilt.

Passend dazuWebsites für ImmobilienmaklerWebsites für Immobilienmakler, die das Mandat gewinnen sollen — gebaut auf die Frage, die der Eigentümer sich stellt, bevor er zum Hörer greift.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Ich baue die Seite, auf der dein Kunde sich für dich entscheidet — nicht die, die er mit zwei anderen vergleicht.

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