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Für Bauträger und Projektentwickler

Wann muss die Projektwebsite vor dem Vertriebsstart stehen?

Eine erste Fassung mit Name, Lage und Vormerkliste gehört online, sobald das Vorhaben öffentlich wird — spätestens mit dem Bauschild; die vollständige Seite mit Preisen und Einheiten steht am Tag des Vertriebsstarts, nicht danach.

Von Rafael Ualiyev, Inhaber von Kazal Websites

Tage bis Wochenkann es dauern, bis Google eine neue Seite überhaupt erfasstGoogle Search Central, „Ask Google to recrawl your URLs“

Zwei Fassungen statt einer

Die meisten Projektseiten entstehen in den letzten Tagen vor dem Vertriebsstart, weil erst dann Preise, Grundrisse und Visualisierungen feststehen. Das ist der falsche Maßstab. Die Seite braucht nicht alles, um online zu gehen — sie braucht nur das, was schon feststeht.

Deshalb baue ich Projektseiten in zwei Fassungen. Die erste geht online, sobald über das Vorhaben gesprochen wird: Projektname, Lage, grobe Beschreibung, voraussichtlicher Zeitraum und eine Vormerkliste. Die zweite ersetzt sie zum Vertriebsstart und bringt Einheiten, Preise, Grundrisse und den Weg zur Anfrage.

Warum die erste Fassung früher kommen muss als gedacht

Der Moment, in dem das Bauschild steht oder die Lokalzeitung über den Bauantrag berichtet, ist der Moment, in dem Nachbarn, Kaufinteressenten und Kapitalanleger den Projektnamen suchen. Wer dann nichts findet, landet bei einem Zeitungsartikel oder bei gar nichts — und merkt sich das Vorhaben nicht.

Dazu kommt die Suchmaschine. Google schreibt selbst, dass das Erfassen einer neuen Adresse zwischen einigen Tagen und einigen Wochen dauern kann. Eine Seite, die am Tag des Vertriebsstarts veröffentlicht wird, ist an diesem Tag für die Suche praktisch nicht vorhanden. Eine Seite, die seit Monaten unter derselben Adresse steht, ist es.

Was die erste Fassung schon enthalten sollte

  • Projektname und Adresse der Seite, die sich später nicht mehr ändern
  • Lage mit Straße oder Quartier — der zweithäufigste Suchbegriff nach dem Namen
  • Art des Vorhabens: Anzahl der Einheiten grob, Wohnungsgrößen als Spanne, Eigentum oder Miete
  • Der geplante Zeitraum, ehrlich als geplant bezeichnet
  • Eine Vormerkliste mit einer einzigen Frage: Soll ich dich zum Vertriebsstart informieren?

Was in der ersten Fassung noch nichts zu suchen hat

Preise, die noch nicht beschlossen sind, und Visualisierungen im Entwurfsstand. Beides wird fotografiert, geteilt und später gegen dich verwendet, wenn es sich ändert. Wer im Frühjahr einen Quadratmeterpreis nennt und im Herbst einen höheren aufruft, beginnt den Vertrieb mit einer Erklärung.

Die erste Fassung ist deshalb bewusst sparsam. Sie behauptet nichts, was sich noch ändern kann, und bittet nur um eines: die Erlaubnis, sich zum Vertriebsstart zu melden.

Der Vertriebsstart selbst

Am Tag des Vertriebsstarts ist die Vormerkliste das wertvollste, was du hast. Wer sich vorgemerkt hat, bekommt die Einheiten zuerst zu sehen — per Nachricht mit Link auf die dann vollständige Seite. Die erste Vertriebswoche beginnt so mit Gesprächen statt mit einer Anzeige, die erst Reichweite aufbauen muss.

Wichtig ist nur, dass die Adresse zwischen beiden Fassungen gleich bleibt. Jede neue Adresse zum Vertriebsstart wirft die Monate Vorlauf wieder weg.

Ein zweiter Punkt wird fast immer unterschätzt: Die vollständige Fassung muss am Vorabend fertig und geprüft sein, nicht am Morgen des Starts. Preise, Status und Grundrisse werden einmal gegen die interne Liste abgeglichen, bevor die erste Nachricht an die Vormerkliste rausgeht. Ein falscher Preis in der ersten Stunde verbreitet sich schneller als jede Korrektur.

Passend dazuWebsites für ProjektentwicklerWebsites für Projektentwickler und Bauträger — für Vorhaben, die vermarktet werden, während sie noch Planung sind.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Ich baue die Seite, auf der dein Kunde sich für dich entscheidet — nicht die, die er mit zwei anderen vergleicht.

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