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Kazal WebsitesErstgespräch sichern

Für alle, die eine neue Website planen

Soll ich die Texte für meine Website selbst schreiben?

Den Inhalt solltest du liefern, die Formulierung nicht unbedingt: Du kennst die Fragen deiner Kunden und deine Belege, aber du hast den geringsten Abstand zu deinem eigenen Angebot — deshalb klingen selbst geschriebene Texte fast immer nach Leistungsliste statt nach Antwort.

Von Rafael Ualiyev, Inhaber von Kazal Websites

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Das Problem ist nicht das Schreiben, sondern der Blickwinkel

Wer über sein eigenes Geschäft schreibt, beginnt bei sich: Gründungsjahr, Leistungen, Werte. Der Besucher beginnt bei seiner Frage. Ein Eigentümer will wissen, was sein Haus wert ist und ob du der Richtige bist. Ein Käufer im Neubau will wissen, welche Einheiten noch frei sind.

Das lässt sich lernen, aber es fällt beim eigenen Angebot am schwersten. In Erstgesprächen erzählen mir Makler in fünf Minuten mehr Überzeugendes als auf ihrer ganzen Seite steht — weil sie im Gespräch auf Fragen antworten und auf der Seite eine Broschüre schreiben.

Was nur du liefern kannst

Am einfachsten sammelst du das über zwei Wochen nebenbei: Nach jedem Erstgespräch eine Notiz mit der Frage, die als Erstes gestellt wurde. Danach hast du die Gliederung deiner Seite — in den Worten deiner Kunden.

  • Die Fragen, die Kunden dir im ersten Gespräch tatsächlich stellen — wörtlich, nicht geglättet
  • Deine Belege: verkaufte Objekte, Projekte, Zahlen, die du nachweisen kannst
  • Was du anders machst als andere, und ein Beispiel, das es zeigt
  • Was du nicht machst — die Abgrenzung sagt oft mehr als die Leistungsliste

Zwei Tests für jeden Absatz

Lies jeden Absatz und frag: Könnte das genauso auf der Seite eines anderen Maklers stehen? Wenn ja, sagt er nichts. „Wir verkaufen Ihre Immobilie zum besten Preis“ steht auf fast jeder Seite. „Wir verkaufen fast nur Reihenhäuser in unserem Stadtteil und kennen jede Straße“ steht nur auf einer.

Der zweite Test: Beantwortet der erste Satz jedes Abschnitts eine Frage? Wenn er stattdessen einleitet, steht die Antwort zu weit unten — und auf dem Handy liest sie kaum jemand.

Eine brauchbare Arbeitsteilung

Am besten funktioniert ein Gespräch statt eines Fragebogens. Jemand fragt dich eine Stunde lang aus, schreibt mit und formuliert daraus die Texte. Du liest gegen und korrigierst Fakten und Ton. So kommt der Inhalt von dir und die Form von jemandem, der Abstand hat.

Wenn du selbst schreibst, dann in dieser Reihenfolge: erst die Fragen deiner Kunden sammeln, dann jede in einem Satz beantworten, dann erst ausformulieren. Wer mit dem Ausformulieren beginnt, landet wieder bei der Broschüre.

Und ChatGPT?

Google bestraft Texte nicht dafür, dass eine KI beim Schreiben geholfen hat. Gewertet wird, ob die Seite einen Mehrwert hat — wer viele austauschbare Seiten ohne eigene Substanz erzeugt, fällt unter die Spam-Regeln, egal wie sie entstanden sind.

Das eigentliche Problem liegt woanders: Eine KI kennt deine verkauften Objekte nicht, deine Region nicht und die Fragen deiner Kunden nicht. Sie schreibt den Durchschnitt aller Maklerseiten — und genau davon willst du dich unterscheiden. Als Hilfe beim Glätten deiner eigenen Stichpunkte ist sie brauchbar, als Quelle des Inhalts nicht.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Ich baue die Seite, auf der dein Kunde sich für dich entscheidet — nicht die, die er mit zwei anderen vergleicht.

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