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Wie wichtig ist die Ansicht auf dem Handy?
Sie ist die Fassung, die zählt: Google verwendet für Indexierung und Ranking die mobile Version einer Seite, gecrawlt mit dem Smartphone-Crawler — was auf dem Handy fehlt oder nicht bedienbar ist, existiert für die Suche nicht, auch wenn es am Schreibtisch tadellos aussieht.
05.07.2024ab diesem Tag crawlt Google auch die letzten Seiten nur noch mit dem Smartphone-GooglebotGoogle Search Central Blog, Juni 2024, und Dokumentation zur Mobile-First-Indexierung
Was Google tatsächlich liest
Google schreibt in seiner Dokumentation, dass die mobile Version einer Seite für die Indexierung und das Ranking verwendet wird. Seit dem 5. Juli 2024 gilt das für alle Seiten ohne Ausnahme. Wenn die Handyansicht weniger Text zeigt als die Desktopansicht, bewertet Google die kürzere Fassung.
Das betrifft vor allem Seiten, die auf dem Handy Inhalte ausblenden, um Platz zu sparen: aufgeklappte Texte werden weggelassen, Tabellen mit Objektdaten verschwinden, eine Bildergalerie ersetzt den Beschreibungstext.
Eine eigene Handy-Seite unter anderer Adresse, wie sie früher üblich war, braucht es dafür nicht. Eine Seite, die sich an jede Bildschirmbreite anpasst, zeigt überall denselben Inhalt — das ist der einfachste Weg, Googles Anforderungen zu erfüllen.
Wer abends auf dem Sofa vergleicht
Wichtiger als Google ist der Mensch. Ein Eigentümer, der drei Makler vergleicht, tut das selten am Schreibtisch, sondern auf dem Telefon, oft abends. Ein Käufer öffnet ein Exposé aus einer Nachricht heraus. Ein Finanzierungsinteressent tippt seine Zahlen in einen Rechner, während er in der Bahn sitzt.
Wenn an einer dieser Stellen etwas hakt, gibt es keine zweite Chance. Niemand merkt sich eine Seite, um sie später am Rechner noch einmal zu öffnen.
Die fünf Dinge, die du selbst prüfen kannst
- Ist deine Telefonnummer auf dem Handy mit einem Tippen anrufbar?
- Lässt sich das Anfrageformular ausfüllen, ohne dass die Tastatur die Felder verdeckt?
- Ist der Text ohne Zoomen lesbar?
- Liegen Knöpfe so weit auseinander, dass man mit dem Daumen nicht den falschen trifft?
- Steht auf dem Handy derselbe Inhalt wie am Schreibtisch — oder fehlt etwas?
Was das für einzelne Bausteine heißt
Beim Exposé gehören die Eckdaten auf dem Handy direkt unter das erste Bild, nicht in eine Tabelle, die man seitlich verschieben muss. Bei der Wertermittlung: ein Schritt pro Bildschirm, große Auswahlflächen statt kleiner Felder. Beim Finanzierungsrechner sind Schieberegler auf dem Telefon schwer genau einzustellen — Eingabefelder mit Zahlentastatur sind schneller.
Und beim Grundriss: Wer ihn nur als kleines Bild einbindet, zwingt zum Zoomen. Ein Grundriss, der sich antippen und vergrößern lässt, erspart dem Interessenten den Umweg über ein PDF.
Die Reihenfolge beim Bau umdrehen
Viele Seiten werden am großen Bildschirm entworfen und danach für das Handy zusammengeschoben. Das Ergebnis ist eine Desktopseite, die auf dem Telefon notdürftig funktioniert.
Besser ist es umgekehrt: Zuerst wird festgelegt, was auf dem Handy in welcher Reihenfolge stehen muss, dann wird die Fassung für den großen Bildschirm daraus entwickelt. Bei der Abnahme gilt dasselbe — erst auf dem Telefon durchklicken, dann am Rechner.


