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Für Berater

Beratung verkauft sich über Klarheit, nicht über Bilder

Deine Arbeit ist unsichtbar, und die meisten Mandate darfst du nicht nennen. Genau darauf muss die Seite gebaut sein — nicht dagegen.

Das Belegproblem der Beratung

Ein Handwerker zeigt ein Vorher-Nachher-Bild, ein Händler sein Sortiment. Ein Berater hat beides nicht. Was er verkauft, ist ein Urteil — und das lässt sich weder fotografieren noch in einer Galerie zeigen.

Dazu kommt, dass viele Mandate unter Verschwiegenheit stehen. Die stärksten Projekte sind oft genau die, die nicht auf die Seite dürfen. Was übrig bleibt, sind Logos von vor fünf Jahren und ein Lebenslauf.

Und die Entscheidung fällt selten allein. In B2B sitzen zwei bis vier Personen am Tisch, von denen nur eine dich gefunden hat. Die anderen lesen deine Seite, ohne mit dir gesprochen zu haben. Sie ist damit nicht die Visitenkarte, sondern dein Vertreter im Raum.

Woran Beraterseiten scheitern

  1. Lebenslauf statt Standpunkt

    Stationen, Abschlüsse, Jahreszahlen. Das beantwortet, wer du bist, aber nicht, wie du ein Problem angehst — und genau danach sucht jemand, der eine Entscheidung vorbereitet.

  2. Der Beleg fehlt, weil er nicht genannt werden darf

    Statt anonymisierter Fälle stehen dort alte Logos oder gar nichts. Dabei ist ein beschriebener Verlauf ohne Namen oft überzeugender als ein Logo, das nichts erklärt.

  3. Geschrieben für den Erstkontakt, nicht für den Mitentscheider

    Die Seite spricht jemanden an, der dich schon kennt. Der Geschäftsführer, der sie zwei Tage später öffnet, findet nichts, womit er intern argumentieren kann.

  4. Kein Einstieg unterhalb des Mandats

    Zwischen Website und einem fünfstelligen Auftrag liegt nichts. Wer noch nicht so weit ist, hat keinen Grund, sich zu melden — und meldet sich nicht.

Was ich dafür baue

  1. Dein Standpunkt an erster Stelle

    Wie du ein Problem angehst, woran du eine Lage erkennst, was du anders beurteilst als andere. Das ist der Teil, an dem jemand entscheidet, ob er dich für kompetent hält.

  2. Anonymisierte Fälle mit Struktur

    Ausgangslage, Auftrag, Vorgehen, Ergebnis — ohne Namen, ohne Branche, wenn es sein muss. Was zählt, ist der nachvollziehbare Weg.

  3. Argumente für den Mitentscheider

    Eine Seite, die auch der funktioniert, der nie mit dir gesprochen hat: klare Leistungsabgrenzung, Ablauf, Vertragsform, was du nicht machst.

  4. Ein Einstieg unterhalb des Mandats

    Ein Audit, ein Erstgespräch mit festem Rahmen, eine Einschätzung. Etwas, das jemand buchen kann, der noch nicht bereit ist, ein Projekt zu vergeben.

  5. Festpreis und vier Wochen

    Der Preis steht vor dem Start fest, vier Wochen bis live sind zugesagt. Wird es später, ziehe ich zehn Prozent ab.

Häufige Fragen von Beratern

Ich darf keine Mandanten nennen. Was zeige ich stattdessen?

Anonymisierte Fälle mit Ausgangslage, Vorgehen und Ergebnis. Bei Bedarf ohne Branchennennung. Das ist rechtlich unbedenklich und oft überzeugender als ein Logo, weil es zeigt, wie du denkst.

Was kostet eine Website für Berater?

Das hängt am Umfang: Mehrere Unterseiten, ein Downloadbereich oder eine Audit-Strecke liegen über einer einfachen Website. Der Preis steht fest, bevor die Arbeit beginnt. Die Zahl für dein Vorhaben bekommst du im Erstgespräch.

Sollte ich eine Preisangabe auf die Seite nehmen?

In der Beratung meistens nicht als feste Zahl, aber als Rahmen oder als Einstiegsangebot. Wer gar nichts nennt, verliert die, die ihr Budget vorher abklären müssen — und das sind in B2B die meisten.

Brauche ich Englisch als zweite Sprache?

Nur wenn du tatsächlich international arbeitest. Eine halbgepflegte zweite Sprachversion schadet mehr, als sie nützt.

Wie lange dauert es?

Zwei bis vier Wochen ab dem Kickoff. Vier Wochen sind zugesagt, sonst ziehe ich zehn Prozent ab.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Ich baue die Seite, auf der dein Kunde sich für dich entscheidet — nicht die, die er mit zwei anderen vergleicht.

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